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Shops für die Oberliga

von Markus Fost am 3. August 2015

Shop-Software-Anbieter in der Enterprise-Klasse bauen bei ihren Lösungen vor allen Dingen die Omnichannel-Commerce- und B2B-Funktionalitäten aus

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Die Software für den Online-Shop selbst entwickeln oder doch besser kaufen? Bei der Beantwortung dieser Frage ist der Markt deutlich zweigeteilt. Die Hälfte der Top 100 unter den deutschen Shops setzt eine Eigenentwicklung ein, hat das Kölner EHI Retail Institute in der Studie „Shopsysteme in Deutschland“ herausgefunden. Die andere Hälfte nutzt eine Software der zahlreichen Anbieter für Shop-Lösungen. Unter den Top-1.000-Shops finden sich laut Studie neben den Eigenentwicklungen 69 verschiedene Shop-Systeme. Das zeigt: Die Beantwortung der Frage, welche Lösung für die eigenen E-Commerce- Pläne die passende ist, hat es in sich – schon allein aufgrund der Anbieterzahl. Die Shop-Software-Anbieter sehen in dem hohen Anteil an Eigenentwicklungen Potenzial, diese Unternehmen für sich als Kunden zu gewinnen. „Irgendwann laufen diese Eigenentwicklungen an die Wand, wenn etwa das Sortiment, die Kundenzahlen oder die Anforderungen wachsen“, ist beispielsweise Ariel Luedi, President Hybris Software, überzeugt. Seiner Meinung nach machen die vielen guten Lösungen für Online-Shops Eigenentwicklungen heute überflüssig.

Die Grenzen für eine Einteilung sind fließend

Wer sich für den Kauf oder die Miete einer Shop-Software entscheidet, hat die Qual der Wahl. Für eine erste Einteilung der Shop-Systeme dient im Allgemeinen der Kosten und Funktionsumfang der Lösungen: Shops für Einsteiger, für Profis sowie für große Unternehmen. Die Grenzen sind hier jedoch oft fließend. Das lässt sich schon daran erkennen, dass die deutschen Top-100-Online-Shops neben den Eigenentwicklungen sowohl Enterprise-Lösungen wie Hybris, Demandware, Intershop oder Oxid nutzen als auch Software, die sich eher an kleinere und mittelständische Unternehmen wendet wie Shopware oder XT Commerce. INTERNET WORLD Business hat über 20 Anbieter von Shop-Software nach ihrer Zielgruppe sowie der Verbreitung und den Alleinstellungsmerkmalen ihres Angebots gefragt. Auf den beiden folgenden Seiten
haben wir Commerce-Plattformen für große Unternehmen und Marken zusammengefasst. Die Tabelle stellt den zweiten Teil der Übersicht über Shop-Systeme dar. Im ersten Teil (Ausgabe 15/15) wurden Anbieter für kleine und mittelständische Unternehmen präsentiert. Unterscheidungskriterien waren die von den Unternehmen angegebene Zielgruppe sowie der durchschnittliche Einstiegspreis für die jeweilige Lösung.

Erst die Strategie, dann die Software

E-Commerce-Spezialisten raten dazu, vor der Wahl des Shop-Systems die eigene Digital- und Commerce-Strategie auszuarbeiten (siehe Interview mit Markus Fost). Alexander Graf, Autor von Kassenzone.de und Geschäftsführer des ShopSystem-Anbieters Spryker, weist darauf hin, dass es nicht das eine perfekte ShopSystem für jeden Fall gibt. Er nennt zwei Herangehensweisen bei der Auswahl:

  • Unternehmen suchen sich zuerst die Agentur aus und nehmen das Shop-System, mit dem die Agentur Erfahrung hat.
  • Erst wird das Shop-System gewählt, dann die Agentur dazu.

Alexander Graf nennt folgende Kriterien für die Auswahl des Shop-Systems:

1. Eine große Verbreitung im Zielmarkt, weil dann bereits viele Schnittstellen existieren.

2. Eine große Zahl an guten Agenturen, damit der Kunde auswählen kann.

3. Die zentrale Steuerung der Shop-Entwicklung durch den Hersteller, um ein möglichst reibungsloses Zusammenspiel mit Schnittstellen und Plugins zu sichern.

4. Die  aktive Weiterentwicklung der Plattform, um die kontinuierliche Leistungsfähigkeit des Systems zu gewährleisten.

Bei Spryker Systems, einer neuen Shop-Software für den Enterprise-Markt, arbeitet Graf derzeit am Aufbau einer „Academy“ (Wissensdatenbank für Entwickler und Anwender) und an verschiedenen Trainings-Tools für Agenturen.

Lesen Sie hier mehr.

Quelle: www.valtech.de

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